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Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft beim
Kollegenkreis „Gewaltfreies Hundetraining“

 

Der Kollegenkreis „Gewaltfreies Hundetraining“ ist 2009 von Clarissa v. Reinhardt ins Leben gerufen worden, die auch persönlich zu ihm einlädt. Er ist kein gemeinnütziger Verein und auch kein Berufsverband, obgleich viele Ziele, die er sich gesetzt hat, denen eines Berufsverbandes entsprechen. Zu diesen Zielen gehört:

  • Einer möglichst breiten Öffentlichkeit die Idee eines gewaltfreien und respektvollen Umgangs mit Hunden und Tieren im Allgemeinen näher zu bringen.
  • Auf Medienberichte zu reagieren, die unqualifiziert über Hunde berichten und/ oder veraltete und unfaire Trainingsmethoden empfehlen, die dem Hund Schmerzen zufügen, ihn einschüchtern, verängstigen, vereinsamen oder ihm Grundbedürfnisse wie Futter, Wasser, sich lösen zu können, Sozialkontakte zu pflegen und ausreichend viel Bewegung und Beschäftigung zu bekommen und seine Persönlichkeit entwickeln zu können, entziehen.
  • Professionell und respektvoll mit Mensch und Tier im Sinne der weiter unten genannten Punkte zu arbeiten.

Da wir es wichtig finden, möglichst viele Kollegen zusammen zu bringen, die gewaltfrei und professionell mit Hunden arbeiten (Gemeinsam sind wir stark!), freuen wir uns über Anträge auf Mitgliedschaft. Andererseits ist es uns wichtig, genau auszusuchen, wer sich uns anschließt, denn schon viele Trainer haben in großspurigen Slogans angepriesen, gewaltfrei zu arbeiten und dieses Versprechen dann nicht gehalten. Wäre so jemand Mitglied, würde er dem Ansehen aller schaden, die sich einem respektvollen, fairen und professionellen Umgang mit Hunden und ihren Menschen verpflichtet sehen.

Bevor Du Dich also bei uns meldest, mach Dir bitte über folgende Punkte Gedanken und prüfe, ob Du voll und ganz (!) hinter ihnen stehst:

Die Mitglieder des Kollegenkreises

  • verzichten während ihrer Arbeit auf jegliche Gewaltanwendung, sei es in körperlicher oder mentaler Form. Sie arbeiten selbstverständlich ohne Sprühhalsbänder, Halti, Leinenruck, Klapperdosen, Anti-Kläff-Geräte, Ketten-, Stachel- oder Zughalsbänder, Moxonleinen, Reizstromgeräte, Disc-Scheiben, Wurfketten, sog. Erziehungsgeschirre oder anderes Equipment, das Hunden Schmerzen zufügt, sie übermäßig einschüchtert/ erschreckt, sie unterdrückt, vereinsamt, unter Druck setzt oder ihre Persönlichkeit zerstört.
  • Sie arbeiten statt dessen
    • über Ausbildungsmethoden, die die Persönlichkeitsentwicklung des Hundes unterstützen.
    • so, dass Strukturen und Grenzen vorgegeben werden, ohne physische oder psychische Gewalt anzuwenden.
    • über positive Motivation in Form von Futterbelohnung, Lob, Streicheln, Spiel oder sonstige positive Zuwendung oder das Möglichmachen vom Hund angestrebter Beschäftigungen.
    • über Souveränität, Vertrauen und Verständnis für die artspezifischen Verhaltensweisen des Hundes.
    • so, dass sie den Hundehalter nach bestem Wissen und Gewissen unterstützen, eine alltagstaugliche und vertrauensvolle Beziehung zu ihrem Hund aufzubauen und/ oder weiter auszubauen.
  • Sie fördern den Tierschutz, wo immer ihnen das möglich ist. Hierzu gehört für sie auch, nicht zu züchten und/ oder Hunde auf Ausstellungen zur Schau zu stellen.
  • Sie versuchen durch das Vorleben der selbst gesetzten Ziele und über fachlich versierte Beratung von einem gewaltfreiem Umgang mit Tieren zu überzeugen, sei es im beruflichen oder persönlichen Umfeld.
  • Sie führen ihre eigenen Hunde und (bis auf im Einzelfall begründete Ausnahmen) auch alle zu trainierenden Hunde über Brustgeschirr und ausreichend lange Leine und können dies auch fachlich korrekt begründen.
  • Sie sollten für ihre Kunden ein Trainingstagebuch führen, in dem alle vermittelten Inhalte der Unterrichtsstunden und die Verhaltens-entwicklung des Hundes schriftlich festgehalten werden. Dieses Tagebuch gilt als Nachweis für die geleistete Arbeit des Trainers und als Gedächtnisstütze für den Kunden. Das Tagebuch verbleibt beim Kunden, da es seine persönlichen Daten enthält.
  • Sie führen vor dem Trainingsbeginn ein persönliches Gespräch, in dem die Vorgeschichte und das Verhalten des Hundes genau analysiert wird, der Kunde Gelegenheit erhält, Wünsche zu äußern und gemeinsam ein Trainingsplan erstellt wird.
  • Sie bilden sich regelmäßig fort und tauschen Erfahrungen aus. Clarissa v. Reinhardt richtet hierzu jährlich zwei Treffen aus (jeweils der Montag nach dem Internationalen Hundesymposium im November und das dritte Wochenende im März), die hierzu Gelegenheit bieten. Die Mitglieder des Kollegenkreises sind eingeladen, Vorschläge einzubringen, welche Referenten mit welchen Themen zu diesen Treffen eingeladen werden. Weitere Fortbildungen zur beruflichen Weiterbildung sollten für jeden Trainer selbstverständlich sein.
  • Die Mitgliedschaft im Kollegenkreis kostet €uro 120,-- jährlich. Sie kann jeweils zum Jahresende ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Unter gleichen Voraussetzungen kann Clarissa v. Reinhardt die Mitgliedschaft kündigen, in schwerwiegenden Verstoßfällen gegen die hier genannten Voraussetzungen auch fristlos.
  • Ein Mitglied kann (und sollte) kostenfrei an den zwei Mal jährlich stattfindenden Treffen teilnehmen und wird auf der Homepage www.gewaltfreies-hundetraining.de/ at/ ch beworben. Zusätzlich hat ein Mitglied die Gelegenheit, die animal learn Begleithundeprüfung incl. den dazu erforderlichen Kurs mit Unterlagen in seiner/ ihrer Hundeschule anzubieten. Genaueres hierzu findet sich auf der Homepage im internen Bereich, der nur Mitgliedern zugänglich ist.

Wenn Du Dich angesprochen fühlst, freuen wir uns, wenn Du mit dem ausgefüllten Fragebogen mit uns Kontakt aufnimmst. Wir laden Dich dann gern zu einem unserer Treffen ein, bei dem Du uns kennen lernen und Dich selbst vorstellen kannst. 

Hier geht es zum Fragebogen für die Anmeldung:  fotolia 29963900 xs

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